Data Center Interconnect

Grundlagen Data Center Interconnect

Data Center Interconnect (DCI) beschreibt das Zusammenschalten von zwei oder mehreren Rechenzentren über kurze, mittlere und lange Distanzen mit dem Ziel der Datenübertragung, etwa um Informationen oder Rechenleistung zu teilen. Energieversorger, Kommunen, Carrier und eine Vielzahl anderer Industrie- und Privatkunden sowie öffentliche Einrichtungen stellen dank DCI-Technik ihre betriebswirtschaftlichen Prozesse sicher.

Meist wird ein Data Center Interconnect mittels paket-optischer Konnektivität auf Basis leistungsfähiger, kohärenter Optiken realisiert: So können Signale mittels Glasfaser selbst über große Distanzen übertragen und bei Bedarf verstärkt werden. Betreiber von Rechenzentren nutzen hierzu meist Mietleitungen (Stichwort: Dark Fiber) oder beauftragen die Verlegung von Glasfaserleitungen.
Lösungen im Bereich Data Center Interconnect müssen dabei höchsten Anforderungen genügen: Moderne CWDM-, DWDM-Optiken finden hierbei Anwendung. Diese erreichen Datenraten von bis zu 100 Gigabit bzw. 200 Gigabit pro Sekunde.

In einem kompetitiven Marktumfeld müssen Rechenzentrumskopplungen überdies ausfallsicher und hochverfügbar sein. Und auch der Sicherheit wird besonders im Bereich der kritischen Infrastruktur eine hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Redundante Verbindungen, Tools für das Fibre Monitoring und sichere AES-Verschlüsselungen sind kaum unabdingbare Merkmale moderner DCI-Lösungen.

DCI – Dark Fiber, MPLS & VPN

Ob als Dark Fiber, LAN-Extensions wie MPLS oder Virtual Private Networks (VPN): Data Center Interconnect können auf unterschiedlichsten Techniken basieren, dienen jedoch immer der Zusammenschaltung von Rechenzentren. Schon heute gibt es weltweit fast 10.000 Data Center, die auf Basis leistungsfähiger DCI-Lösungen den globalen Informationsfluss abbilden.

Data Center Interconnect - Stark auf allen Distanzen

DCI – Stark auf allen Distanzen

Lösungen für Data Center Interconnect müssen manchmal nur wenige Meter, manchmal ganze Kontinente überbrücken. Da ist es nur verständlich, dass hochwertige optische Transceiver und bei großen Entfernungen wie über 1.000 Kilometer leistungsfähige Verstärker (EDFA) zum Einsatz kommen. Lange physikalische Wege und schlechte Netzwerkausrüstung können dahingegen die Latenzzeiten stark erhöhen.

DCI – Sichere Netze setzen auf Hardware-Verschlüsselung

Daten von Kunden und aus Finanztransaktionen gehören mit zu dem Sensibelsten, was übertragen werden kann. Daher müssen nicht nur Leitungen vor physikalischen Eingriffen geschützt werden, auch die vernetzten Standorte selbst bieten Angriffsfläche für Kriminelle.

Ein modernes Data Center Interconnect sieht präventive Schutzmaßnahmen vor: Dies können Zutrittsbeschränkungen für Unbefugte und selbstverständlich ein 24/7 Fiber Monitoring sein. Aber auch manipulationsgeschützte Netzwerkausrüstung sowie Verschlüsselung auf Hardwareebene sind Merkmale einer sicheren DCI-Lösung.

Bei der Verschlüsselung wird zwischen Layer 1, Layer 2 und Layer 3 unterschieden. Verschlüsselungen auf Hardwareebene, also Layer 1/2, gelten als besonders sicher und profitieren von einer besonders hohen Geschwindigkeit. Softwarelösungen sind praktisch immer im Nachteil.

Neben der 1+1 Protection am Switch sollten auch Transponder und Muxponder, alle Endgeräte wie Router und sonstige Applikationen geschützt werden, denn nur in Kombination dieser Maßnahmen ergibt sich ein wirksamer Schutz gegen jegliche Cyberattacke.

DCI – Das Tempo zieht an

Die Entwicklungszyklen im DCI-Bereich werden immer kürzer – und die Übertragungssysteme immer schneller. Zum Vergleich: Waren es gestern noch 100 Mbit/s oder 1 Gbit/s, so unterstützen leistungsfähige Optiken heute bis zu 100 Gbit/s oder 200 Gbit/s. Manche Data Center sehen sich mit Datenraten im Terabit-Bereich konfrontiert. Spitzentechnik ist also bei der Kopplung von Rechenzentren gefragt. Und die Entwicklung geht längst zu Übertragungsraten von 400 Gbit/s, 800 Gbit/s und darüber hinaus. Gleichzeitig gilt es, die Latentz und Leistungsaufnahme zu optimieren.

 

    DCI - Eine Frage der Automation

    Wer eine Rechenzentrumskopplung plant, der wird nicht am Thema Automation vorbeikommen. Das Netz muss betrieben und gewartet werden - und das kostenschonend bevorzugt automatisiert. Daher sind ein modernes Error-Troubleshooting, 24/7 Servicebereitstellung, schnelle Wiederherstellungszeiten und innovative Managementfunktionen wichtige Anforderungen, die bei der Planung einer RZ-Kopplung nicht fehlen dürfen.

    DCI – Kostenfaktor RZ-Kopplung

    Immer mehr Bandbreite wird von den Endkunden gefordert. Nicht nur das macht den Betrieb von Rechenzentren kostenintensiv. Auch die Kopplung von Rechenzentren verursacht – abhängig von der gewählten Lösung – immense Kosten. So können für Mietleitungen schnell Millionenbeträge im Jahr zusammenkommen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, bedarf es ausbaufähiger WDM-Systeme, die die Glasfaser optimal nutzen.

    Neue Herausforderungen für Cloud Rechenzentren

    Verbindungen zwischen Rechenzentren müssen immer höhere Datanraten bewältigen: So ist der Datenverkehr den vergangenen Jahren durch die Nutzung von Cloud Computing, Big Data, Mobile Devices und AI stark gestiegen. Leistungsfähige Data Center Interconnect bilden das Rückgrat dieser Infrastruktur.

    Lösungen für Cloud-Rechenzentren, wie eine flexible Bereitstellung von Netzwerken, intelligente Netzwerkbetriebs- und -wartungsvorgänge sowie Ultra-Breitband-Verbindungen, sind gefragt, um Data Center zukunftssicher zu koppeln. Wenn auch Sie mehr über die Cloud-Rechenzentrumslösungen unserer Partner, die in mehr als 7.800 Data Centern weltweit zum Einsatz kommen, erfahren möchten, kontaktieren Sie noch heute Ihren Pan Dacom Direkt-Kundenberater.

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